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Agger Tange

Ganz im Süden des Nationalparks liegt die Nehrung Agger Tange umgeben von Deichen und durch Buhnen vor der Nordsee geschützt. Von den Deichen an Meer und Fjord reicht der Blick weit über das Meer, den Limfjord und die reizvollen Moränelandschaften im Norden und Osten. 

 

Ein reiches Vogelleben

Die offene Landschaft der Nehrung ist ein Eldorado für viele Vögel, nicht zuletzt im Frühjahr und im Herbst, wenn Tausende von Schwimm- und Watvögeln auf dem Weg zu ihren Brutplätzen und Winterquartieren hier Station machen. Das Vogelleben ist an dieser Stelle unter anderem so reich, weil das Gebiet auf der Zugroute der Vögel entlang der Westküste Jütlands liegt und so wurde Agger Tange nicht ohne Grund als EU-Vogelschutzgebiet ausgewiesen.

Scharen von Stockenten, Krickenten und Pfeifenten – und im Herbst auch Tafelenten und Schellenten – machen in den Flachwasserlagunen Halt. Auch rasten hier Höckerschwäne und im Winter Pfeifschwäne und Singschwäne. Sowohl im Frühjahr als auch im Herbst sind Kurzschnabelgänse und Ringelgänse zu sehen. Die Watvögel benutzen auch die Strandwiesen und die flachen Küsten der Lagunen. Hier sind Scharen von Regenpfeifern, Kiebitzen, Austernfischern, Alpenstrandläufern, Regenbrachvögeln, Großen Brachvögeln und Doppelschnepfen anzutreffen. In der Brutzeit ist die Anzahl der Vögel zwar nicht so groß, doch besteht trotzdem die Möglichkeit, einige der Schwimm- und Watvögeln zu Gesicht zu bekommen, die hier in der Gegend brüten. Hierzu zählen Höckerschwan, Stockente, Brandgans, Spießente und Blässhuhn. Zu den hier brütenden Watvögeln zählen Alpenstrandläufer, Austernfischer, Säbelschnäbler, Rotschenkel und Uferschnepfe. Auch Möwen und Seeschwalben haben auf den Nehrungen Kolonien.

Die Unterschutzstellung von Agger Tange und Harboøre Tange verfolgt das Ziel, die Lebensbedingungen der Vögel zu verbessern. Die Pflege, wie sie von Naturstyrelsen verstanden wird, besteht in erster Linie in der Beweidung der Strandwiesen, damit diese nicht mit Schilfrohr, Weide und Sanddorn zuwachsen.

Die auf der Nehrung weidenden Rinder entwickeln eine wunderbare Fleischqualität, von der man sich beim Fleischer in Vorupør überzeugen kann.

Fährplan

16/6-15/9: Werktags von Thyborøn jede volle Stunde von 6 bis 20 Uhr Abfahrt ab Agger 20 Minuten später, letzte Abfahrt 20.20 Uhr Samstag erste Abfahrt 7 Uhr, Sonntag 9 Uhr

16/9-15/6: Abfahrt von Thyborøn jede volle Stunde von 6 bis 18 Uhr Abfahrt ab Agger 20 Minuten später, letzte Abfahrt 18.20 Uhr Samstag erste Abfahrt 7 Uhr, Sonntag 9 Uhr

Robben

An der Südspitze von Agger Tange stehen die Chancen gut, Seehunde zu sichten. Die Robben halten sich auf Sandbänken und Riffen im Limfjord auf. Auch von der Fähre nach Thyborøn kann man oft Robben beobachten, die sich zusammen mit Scharen von Kormoranen auf den Sandbänken östlich der Fährroute ausruhen.

Besuch auf Agger Tange und im Informationszentrum

Im Informationszentrum des Nationalparks, das 2012 im Fährort errichtet wurde, wird der gesamte Nationalpark und besonders die Natur von Agger Tange vorgestellt. Vom Dach des Gebäudes können Vögel und Robben beobachtet werden. An mehreren Rastplätzen entlang der Fährstrecke und vom Vogelbeobachtungsposten auf dem Arbejdsvejen südlich von Agger lässt sich das Vogelleben in der Lagune studieren. Von hieraus kann man jedes Jahr im September bei Sonnenuntergang ein wahrhaft fantastisches Schauspiel erleben, wenn Tausende von Graugänsen von Osten her zum Übernachten in die Lagune geflogen kommen.

Besucherregeln: Die Wassergebiete der Nehrung dürfen ganzjährig nicht befahren werden. Der Zutritt zu den niedrig gelegenen Wiesen und Feuchtgebieten ist in der Brutzeit der Vögel vom 1. April bis 15. Juli verboten.

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