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Der Hafen von Hanstholm

Der Hafen von Hanstholm ist ein großer, betriebsamer Fischereihafen, er gilt als der größte Konsumfischereihafen Dänemarks. Hier gibt es eine Menge großer und kleiner Fischerboote, die verschiedene Formen der Fischerei betreiben. 

Hafen und Ort

Charakteristisch für den Hafen ist, dass er Tag und Nacht in Betrieb ist – Gabelstapler mit Fischkisten sind unterwegs, LKWs verlassen das Hafengelände mit Fisch beladen, Schiffe sind auf dem Weg in den Hafen oder verlassen ihn. Hier gibt es immer etwas zu sehen und zu erleben, wenn man es den Einheimischen gleichtut und eine Hafenrunde dreht. Für Frühaufsteher lohnt sich der Besuch der Fischauktion Hanstholm werktags ab 7 Uhr. Hier kann man erleben, wie die Fänge an verschiedene Aufkäufer vermittelt werden. Im Hafen kann man auch Fisch kaufen oder ihn an Ort und Stelle genießen.

Im Zuge des Hafenbaus in den 1960er-Jahren setzte im kleinen Hansted ein wahrer Bauboom ein und der Ort wurde umbenannt in Hanstholm. Nach einem festen Bebauungsplan wurden massenweise Häuser gebaut. Dazwischen liegen die weißen Häuser, die um 1920 erbaut wurden, als die allererste Hafenbauphase im Gange war. Das älteste Gebäude von Hanstholm ist die kleine romanische Kirche Hansted, die mehr als 800 Jahre den Einwohnern als religiöse Stätte diente. Die Umrisse eines Mittelalterschiffs sind in die Südmauer der Kirche eingeritzt und unterstreichen die maritime Geschichte der Gegend.

Der Ort Hanstholm hat heute ungefähr 2500 Einwohner, wobei viele Familie direkt oder indirekt vom Fischfang sowie vom Hafen und der sich angesiedelten Industrie leben. Das Meer spielt nach wie vor eine wesentliche Rolle für die Bevölkerung des Ortes. Es gibt Pläne zur Erweiterung des Hafens, damit er heutigen und zukünftigen Anforderungen besser gewachsen ist. Außerdem wird an einem Projekt zur Energieerzeugung durch Wellenkraft gearbeitet.

Die Fischauktion beginnt täglich um 7 Uhr. Der Besuch des Auktionsgeländes geschieht auf eigene Gefahr und unter Rücksicht auf den laufenden Betrieb. Angeln von den Molen im Hafen ist erlaubt, kann aber wegen hoher Wellen gefährlich sein. Also Vorsicht! Vom Hafen werden Angeltouren mit dem Kutter zum Gelben Riff (Gule Rev) angeboten. Genaueres erfahren Sie in der Touristeninformation.

Führungen auf der Wellenenergieanlage Danwec

Eine lange Geschichte

Der Hafen von Hanstholm ist das Ergebnis mehr als hundertjähriger Anstrengungen, an der Westküste Jütland einen Hafen zu errichten. Der harte Wind und die starke Strömung entlang der Küste sind für das Anlegen eines Hafens nicht gerade die besten Voraussetzungen. Doch vor diesem Teil der Westküste liegen gute Fanggebiete und vor dem Bau der Häfen mussten die Kutter den Strand anlaufen.

1917 erging der Beschluss, bei Hanstholm einen Hafen anzulegen. Man begann mit dem Bau einer als Wellenbrecher dienenden Mole gen Westen, wobei der Ausbau des Hafens auf Grund mangelnder Finanzen bis zum Beginn des 2. Weltkriegs nur sehr schleppend vorwärts ging. Während des Krieges kam der Hafenbau vollständig zum Erliegen. Danach stand die Fertigstellung des Hafens geraume Zeit zur Diskussion, bis schließlich 1960 ein Parlamentsbeschluss zur Verabschiedung eines Gesetzes zum Ausbau des Hafens von Hanstholm zu einem kombinierten Fischerei- und Verkehrshafen gefasst wurde. Die Einweihung des Hafens von Hanstholm geschah 1967. Im Laufe der Jahre gab es Zeiten mit Fährverkehr zwischen Hanstholm und Norwegen, den Färöer-Inseln und Island, doch wurde dieser auf andere Häfen verlegt.

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