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Die erste Batterie und der Atlantikwall

 In der nordwestlichen Ecke des Wildreservats Hanstholm liegen mehrere Bunker, die die so genannte erste Batterie aus dem Zweiten Weltkrieg darstellen. Es handelt sich um die am besten erhaltenen deutschen Küstenbatterien in Dänemark und da die meisten Bunker offen stehen, kann man hier sehr gut auf Entdeckung gehen. 

Die Erste Batterie

Die Batterie besteht aus 19 größeren Bunkern, die die erste dauerhafte Anlage darstellten, die die Deutschen bei Hanstholm errichteten. Bereits in der Nacht zum 9. April 1940, dem Tag, an dem Deutschland Dänemark besetzte, hatten die Deutschen im Skagerrak Minen ausgelegt, um alliierten Schiffen die Einfahrt in den Kattegat und die Ostsee zu versperren. Zum Land hin bestand eine zehn Seemeilen breite Öffnung, die die deutschen Schiffe selbst passieren konnten. Diese Öffnung wurde von Land aus bewacht, von der Ersten Batterie, die bewaffnet war mit vier 17 cm Schiffskanonen, Flugabwehrgeschützen, Maschinengewehren und Scheinwerfern. Anfangs standen die Kanonen unter freiem Himmel auf Betonfundamenten und erst 1944 konnten sie in die bombensicheren Bunker verlagert werden, wo sie bis heute erhalten geblieben sind. Die Batterie war mit 148 Mann besetzt.

Der Atlantikwall

Als die Deutschen Anfang 1942 ernsthaft eine Invasion befürchten mussten, begannen sie mit dem Bau einer 5500 km langen Befestigungsanlage, die unter dem Namen Atlantikwall vor der Landung der Alliierten im Westen schützen sollte. Die Festungsanlage Hanstholm, die in Bezug auf Nordsee und Skagerrak eine strategisch wichtige Lage hatte, wurde Bestandteil des Atlantikwalls und stellte die größte Verteidigungsanlage Nordeuropas aus dem 2. Weltkrieg dar.

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