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Nr. Vorupør

Wer Nr. Vorupør an einem Sommertag besucht, kann sich auf ein buntes Treiben einstellen. Die Natur, das Meer, die Mole und die Boote am Strand üben auf die Touristen eine magische Anziehungskraft aus. Sowohl Einheimische als auch Touristen sitzen an Sommerabenden gerne am Landungsplatz, am Strand oder draußen auf der Mole mit einem leckeren Eis in der Hand.

Museum Vorupør

Das Museum Vorupør ist in einer alten Bootswerft untergebracht, wo früher Fischerboote für die Fischer des Ortes gebaut wurden. Betrieben wurde die Werft ursprünglich von Jens Kr. Andersen, der 1919 einen seither in der Küstenfischerei eingesetzten Bootstyp entwickelte. Im Alter begann der Bootsbauer dann mit dem Schreiben von Erzählungen. Er verfasste insgesamt fünf Bücher, unter anderem „Strandvagten“ und „Der går Bråd over Revlerne“.

Im Museum sind viele der alten Maschinen zu sehen und so bieten die im Bootsbau verwendeten Werkzeuge und Maschinen und die verschiedenen Gerätschaften der Fischer einen interessanten Einblick in die Küstenfischerei. In der Küche steht ein alter Holzfeuerherd, auf dem ab und zu Kostproben regionaler Kochkunst zubereitet werden. Das Museum vermittelt auch historische Hintergründe über den Fischerort Vorupør und bringt den Besuchern die von Schinderei und religiöser Erweckung geprägten Lebensbedingungen der damaligen Küstenbewohner nahe.

Das Museum Vorupør, Vesterhavsgade 21, Nr. Vorupør ist vom 1. April bis zum 31. Oktober geöffnet. 1.7. bis 15.8. täglich 10 bis 16 Uhr. 1.4. bis 30.6 und 16.8. bis 31.10. Dienstag bis Sonntag 12 bis 16 Uhr. Hier ist auch das örtliche Touristenbüro zu finden.

Das Nordseeaquarium ist von Ostern bis zum 31. Oktober geöffnet. Täglich geöffnet von 10 bis 16 Uhr, im Juli und August von 10 bis 18 Uhr.

Es besteht die Möglichkeit, mit dem Fischkutter zum Angeln zum Gelben Riff hinauszufahren. Genaueres erfahren Sie in der Touristeninformation. Es darf – mit entsprechender Angelkarte – auch von der Mole aus geangelt werden.

Der Landungsplatz

In den besten Zeiten liefen 27 große Küstenboote von Vorupør zum Fischfang aus, doch mit der Eröffnung des Hafens in Hanstholm im Jahr 1967 zogen viele Fischer dorthin um. Heute wird der Landungsplatz Vorupør daher nur von Fischern im Nebenerwerb genutzt. Von hier aus kann man auch zum Hochseeangeln zum Gule Rev hinaus fahren, wo es unter anderem Dorsch zu fangen gibt. Die Küste von Vorupør ist auch bei Surfern sehr beliebt. Am Landungsplatz liegt die Rettungsstation Vorupør. Von 1851 bis 1986 wurden von hier aus 621 Menschenleben gerettet und auch heute noch spielt die Rettungsstation an der Küste eine wichtige Rolle.

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Der Ortskern

Der Ortskern wird von den Häusern entlang der langen Vesterhavsgade geprägt, die bis hinunter zum Landungsplatz, dem Herzen des Fischerortes, führt. Einige der Speicher am Landungsplatz werden noch heute genutzt und zeugen von der Geschichte des Ortes. Gleich nebenan liegen kleine Geschäfte, Cafés und touristische Anziehungspunkte, die Vorupør seinen ganz speziellen Charme verleihen. Im Nordseeaquarium sind Fische zu sehen, wie sie in der Nordsee vorkommen, wobei es verschiedene Programm- und Mitmachangebote speziell für Kinder gibt.

Innovation für den Fischerort

Nr. Vorupør zählt zu den größeren Fischerorten an der Westküste. Ende des 19. Jahrhunderts setzte hier eine Entwicklung ein, die für alle Küstenfischer in Thy von großer Bedeutung war. Der technische Fortschritt hielt auch in Nr. Vorupør Einzug und ließ aus dem einstmals armen und abgeschiedenen Fischerdorf einen betriebsamen, florierenden Ort werden. Außerdem erlebte der Fischfang durch das Wirken von Fiskercompagniet, welche eng mit der Inneren Mission verbunden war, einen organisatorischen Aufschwung. Alle diese Faktoren hatten zur Folge, dass in den Jahren 1898-99 der Fischfang alleine in Stenbjerg und Vorupør eben soviel einbrachte wie der gesamte Fischfang am Küstenabschnitt zwischen Bulbjerg und Nymindegab.