Leuchtturm Lodbjerg Fyr -  Vorübergehend geschlossen

Eine Perle im Nationalpark Thy ist der Leuchtturm von Lodbjerg, der einsam inmitten eines großen Heide- und Waldgebiets liegt. Erbaut wurde der Leuchtturm 1883 und am 28. November 1884 in Betrieb genommen. Der Turm ist 35 Meter hoch und besitzt eine Feuerhöhe von 48 Metern über dem Meeresspiegel.

Lernen sie den Leuchtturm " Lodbjerg Fyr " kennen

Der Leuchtturm ist das ganze Jahr über täglich von 7-21 Uhr geöffnet. Eintritt für Erwachsene ist 25 Kr., für Kinder frei. Man kann im Foyer des Leuchtturms bar zahlen.

Beim Leuchtturm können Sie von Ostern bis Oktober täglich die Kaffeestube besuchen, wo freiwillige Wirte Sie in Empfang nehmen und Kaffee/Tee, Saft und Selbstgebackenes in den alten Stuben des Leuchtturmwärters verkaufen. Täglich in der Öffnungszeit des Leuchtturms (7-21 Uhr) können Sie außerdem eine Ausstellung besuchen, die über die Aufgaben des Leuchtturmwärters – außer der Aufsicht mit dem Leuchtfeuer – erzählen. Eine der überraschenderen Aufgaben bestand darin, dass er Vögel, die sich gegen das Leuchtfeuer erschlagen haben, zum Zoologischen Museum in Kopenhagen schicken musste.

Im alten Hühnerhaus, das das ganze Jahr über geöffnet ist, können Sie Ihr mitgebrachtes Essen genießen, sich beim Kaminofen wärmen oder einen Rucksack mit Ausrüstung für Ihren Tagesausflug borgen. Hier können Sie auch die Toilette benutzen oder Ihre Wasserflasche füllen, bevor Sie den Rettungsweg – oder eine der anderen abgesteckten Wanderrouten vom Platz vor dem Leuchtturm – entlang gehen.

In unmittelbarer Nachbarschaft des Leuchtturms haben sie die Möglichkeit, in einem sogenannten "shelter" , sowohl den Blick auf den Nachthimmel als auch das Blinken des Leuchtfeuers vom Schlafsack aus zu genießen.

Lodbjerg Leuchtturm wurde im Mai 2019 nach einer durchgreifenden Restaurierung wiedereröffnet – als Trittstein zur unvergleichlichen örtlichen Natur. Grundlage für das Renovierungsprojekt ist die Partnerschaft zwischen dem Generaldirektorat für Forst und Natur (Naturstyrelsen) und der Gemeinde Thisted. Das Projekt wird ermöglicht durch die externe Unterstützung folgender Fonds:

  • Færchfond
  • Realdania
  • Friluftsrådet
  • Nordea-Fonden

 

Der Küstenhang

Der Steilhang selbst ist bis zu 10 Meter hoch und besteht aus Geschiebelehm und Glimmerton, der aus der Düne herausragt und deshalb „schwarze Nasen“ genannt wird. Der Glimmerton, der unten liegt, ist eine Meeresablagerung, und hier findet man Fossilien von Schnecken und Muscheln. Die Lehmnasen sind von Treibsand gedeckt, und zwischen Lehm und Sand findet man sowohl Torfschichten, die aus den Mooren der Urzeit stammen, als auch Kulturschichten älterer Bebauung. Die Küste wird ständig abgetragen, und dadurch tauchen gelegentlich vorzeitliche Gegenstände aus dem Hang hervor.

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Licht in der Dunkelheit

Der Leuchtturm von Lodbjerg ist ein so genanntes Ansteuerungsfeuer, das mit seinem kräftigen Licht den Schiffen die Landkennung und das Befahren der Küstengewässer erleichterte. Lodbjerg Fyr ist noch immer in Betrieb und sendet alle 20 Sekunden zwei weiße Blinkfeuer aus. Von der Spitzes des Leuchtturms eröffnet sich ein weiter Blick über Heide und Meer.

Der unter Denkmalschutz stehende Leuchtturmkomplex besteht aus dem eigentlichen Leuchtturm und zwei mit ihm verbundenen parallelen Gebäuden, die als Wohnungen für das Leuchtturmpersonal dienten. Hier wohnten der Leuchtturmwärter und zwei Assistenten mit ihren Familien, und da der Weg weit war bis zum nächsten Nachbarn, bildeten sie eine kleine, abgeschiedene Gemeinschaft. Während 1883 die Gegend noch baumlos war, bietet heute der Dünenwald dem Leuchtturmgarten sehr guten Schutz vor dem Wind.

Der Leuchtturm ist tagsüber für Besucher geöffnet. Am Eingang informiert eine Tafelausstellung über die Geschichte des Leuchtturms und der Umgebung. Neben dem Leuchtturm gibt es einen einfachen Lagerplatz mit Schutzhütte, wo man nachts im Schlafsack liegend das blinkende Leuchtfeuer erleben kann.

Eine Wanderung durch die Dünenheide

In den Dünenheiden wachsen Kriech-Weide und Heidekraut neben Krähenbeere, Moosbeere und Rauschbeere, doch auch Gagelstrauch, Kleines Habichtskraut und einige Sonnentauarten sind vertreten. Auf den äußeren Dünen gedeiht der widerstandsfähige Strandhafer, der mit seinem gewaltigen Wurzelgeflecht und seinem Wuchsvermögen ausgesprochen gut dafür geeignet ist, die Dünen zusammenzuhalten und zu schützen.

Nördlich von Lodbjerg Fyr liegen zwei schöne Grabhügelgruppen mit insgesamt 9 Hügelgräbern. Pollenanalysen von Ausgrabungen zeigen, dass die Gegend hier in der Steinzeit bewaldet war mit u. a. Linden, Eichen und Hainbuchen. Später tritt mehr und mehr Heidekrautpollen auf, was davon zeugt, dass die ersten Bauern im Gebiet den Wald gerodet haben, um den Boden zu bestellen, wobei das Heidekraut nach einer kurzen Ackerbauzeit die Oberhand gewann.

Dünenwälder

Lodbjerg Dünenwald wurde 1923 angelegt und ist also ein relativ junger Wald. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Dämpfung des Sandtreibens nicht mehr den Vorrang, und man hat deshalb von Anfang an mehr auf die Natur Rücksicht genommen als in den meisten anderen Dünenwäldern. So gibt es ganz große Flächen, die nicht mit Bäume bepflanzt sind, sondern als Heide, Weide, Ebene oder Acker daliegen. Zusammen mit dem Wald gibt es eine große Variation zugunsten der Flora, Insekten, Fauna und Menschen. Ungefähr einen Kilometer nordwestlich des Lodbjerg Leuchtturms hat der Wind und menschlicher Verkehr ein Loch in der Vegetation der Düne geschlagen, und der Sand wandert hier über die Dünenheide hinein. An anderen Stellen an der Küste gibt es bis zu 30 Meter hohen Dünen.

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